Jetzt sitze ich in meinem Motelzimmer, aber das schrieb ich
heute Mittag:
Natur ist der Ort der Inspiration und lässt mich alles
andere vergessen oder sagen wir alles andere tritt in den Hintergrund.
| San Simeon Beach |
Ist das nicht wunderschön? Simeon Beach irgendwo am Highway
No. 1 zwischen San Francisco und Los Angelos. Die Sonne steht hoch am Himmel,
die Wellen schlagen sanft am Strand auf. Wenn ich ganz genau auf das Wasser
schaue, sehe ich drei Köpflein aus diesem ragen: Robben schwimmen in der Bucht
umher und genießen die Ruhe. Genau wie ich.
Vorgestern hatte ich eine lange Reise. Von Lone Pine,
westlich vom Death Valley bin ich über den Yosemite National Park bis zur Küste
zur Monterey Bay gefahren. Das waren über 400 Meilen, ca. 640 km. Der Park war
am Smastag so überlaufen, dass ich keinerlei Verlangen versprüte auch nur eine
Sekunde dort anzuhalten und eine Wanderung oder ähnliches zu unternehmen. Ich
fuhr einfach weiter gerade aus. Bereits im Death Valey dachte ich, dass wäre
die längste bergab Strecke die es gibt. Der Yosemite Park hat noch einmal eins
drauf gelegt. Ich bin über den Tioga Pass, der mit 3031m der höchste Pass in der Sierra Nevada ist, in den Park hinein gefahren und anschließend ging es fast bis
auf Meeresspiegelniveau hinunter. Die Tankfüllung hat es gefreut.
Als ich irgendwann am Nachmittag im ersten Ort außerhalb des
Parks angekommen war, nutze ich die kleine Touristeninformation für eine kurze
Pause. Die ältere Dame hinter dem Tresen war sehr nett und zuvorkommend und
versuchte wirklich mit allen Mitteln mich zum bleiben zu überreden und ihre
phantastisches Örtchen anzuschauen. Es gäbe auch eine gute Blues Live Band am
Abend. Sie rief direkt bei einem Motel an um für mich ein Zimmer zu bestellen.
Immer schön langsam! Ich fuhr also zu besagtem Motel. Die gute Frau fing direkt
an die Rechnung zu schreiben, bevor ich mich überhaupt für das Zimmer
entschieden hatte. Vor einer solchen Entscheidung lasse ich mir in der Regel
die Zimmer zeigen, was zu manch einer Irritation bei dem ein oder anderen
führt. 90 USD wollte sie für das Zimmer haben inkl. Poolbenutzungsmöglichkeit.
Mir schwebte da mehr ein Campgroundpreis vor. Also lehnte ich ab. Zudem drängte
sich der „Left Brain Introvert“ Teil in mir auf, der sagte „Du kannst mich
zu nichts zwingen und ob ich schon weit und lange genug gefahren bin, das
entscheide ich selber!“. Das ich von dem Zimmerpreis am späteren Abend nur
träumen konnte, blieb mir noch verborgen. Also auf ins Auto und ab gen Westen in
Richtung Meer.
Um 19 Uhr an einem Samstag Abend kam ich in Monterey Bay an.
Was ich nicht wusste: an diesem Wochenende gab es ein großes Musikfestival.
Entsprechend war die Zimmerverfügbarkeit einschließlich der Preise.
Unglaublich, welchen Vertrag ich für diese Nacht unterschrieben habe. Als der
gute Mann hinterm Tresen mich noch mal auf den Gesamtpreis aufmerksam gemacht
hat während ich unterschrieb, konnte ich nur antworten, dass ich für heute den
Preis einfach ignoriere. Alles andere würde mich in einen Ohnmachtsanfall stürzen. Das
Positive von diesem Tag: der griechische Salat beim Italiener auf der
gegenüberliegenden Straßenseite hatte die beste Salatsauce seit langem, das
Badezimmer war groß und es kam warmes Wasser aus dem Duschkopf.
Den gestrigen Tag habe ich sehr faul verbracht. Ich bin ein
bisschen mit dem Auto durch die Gegend gekurvt, habe den 10 USD teueren 17 Mile
Drive entlang der Monterey Bucht gefahren,
der in Wirklichkeit weniger als 10 Meilen war. Highleight des gestrigen
Tages waren der Cocktail und der Asisatische Salat im Restaurant.
| 17Mile Drive - Monterey Bay |
Ok, so kann es nicht weiter gehen. Über der Monterey Bucht
hängen den Sommer über die Wolken. Dies hat mit dem Zusammenspiel von Meer,
Bucht und den Bergen im Hintergrund zu tun. Frühnebel. Aber das hebt nicht gerade
die Stimmung. Also raus aus den Federn, ab ins Auto Auto und rauf auf Highway
No. 1 in Richtung Süden – der Sonne entgegen. Uns hier bin ich – Sonne, Strand
und Meer!! Auf der Fahrt hier her und konnte ich eine ganze Kollonie von
Seelöwen und Robben beobachten. Die meisten Tiere lagen faul am Strand und
schaufelten sich mit der Seitenflosse den Sand über den Rück. Ob dies ein
Sonnenschutzmittel à la Seelöwe ist?
| Pacific Highway No. 1 |
Mit meinem Banana-Kokus-Ananas-Smoothie sitze ich nun also
auf einem Stück Treibholz, blicke auf den Pazifik, lausche den Wellen und freue
mich über dieses schöne Fleckchen Erde. Was habe ich wieder gelernt und
bestätigt bekommen? Deine Gedanken erschaffen Deine Welt und nur Du selbst
kannst sie Dir gestalten wie Du sie haben willst. Villeicht hat mir auch
der Film „Das Mädchen und der Maler“ von gestern Abend wieder den richtigen
Anstoß für den heutigen Ausflug gegeben. Ich bin froh drum! Danke!
Happy sunny holiday :-)
PS: Den Film gibt es derzeit kostenlos unter „Inspiretv.de“
zu sehen. Wenn ihr „Freifilmwochen“ in google eingebt, gibt es noch mehr Filme
ähnlichen Formats dort zu sehen.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.