Montag, 5. August 2013

Tag ?? - Es ist Urlaub



Jetzt sitze ich in meinem Motelzimmer, aber das schrieb ich heute Mittag:

Natur ist der Ort der Inspiration und lässt mich alles andere vergessen oder sagen wir alles andere tritt in den Hintergrund.

San Simeon Beach
Ist das nicht wunderschön? Simeon Beach irgendwo am Highway No. 1 zwischen San Francisco und Los Angelos. Die Sonne steht hoch am Himmel, die Wellen schlagen sanft am Strand auf. Wenn ich ganz genau auf das Wasser schaue, sehe ich drei Köpflein aus diesem ragen: Robben schwimmen in der Bucht umher und genießen die Ruhe. Genau wie ich. 

Vorgestern hatte ich eine lange Reise. Von Lone Pine, westlich vom Death Valley bin ich über den Yosemite National Park bis zur Küste zur Monterey Bay gefahren. Das waren über 400 Meilen, ca. 640 km. Der Park war am Smastag so überlaufen, dass ich keinerlei Verlangen versprüte auch nur eine Sekunde dort anzuhalten und eine Wanderung oder ähnliches zu unternehmen. Ich fuhr einfach weiter gerade aus. Bereits im Death Valey dachte ich, dass wäre die längste bergab Strecke die es gibt. Der Yosemite Park hat noch einmal eins drauf gelegt. Ich bin über den Tioga Pass, der mit 3031m der höchste Pass in der Sierra Nevada ist, in den Park hinein gefahren und anschließend ging es fast bis auf Meeresspiegelniveau hinunter. Die Tankfüllung hat es gefreut.

Als ich irgendwann am Nachmittag im ersten Ort außerhalb des Parks angekommen war, nutze ich die kleine Touristeninformation für eine kurze Pause. Die ältere Dame hinter dem Tresen war sehr nett und zuvorkommend und versuchte wirklich mit allen Mitteln mich zum bleiben zu überreden und ihre phantastisches Örtchen anzuschauen. Es gäbe auch eine gute Blues Live Band am Abend. Sie rief direkt bei einem Motel an um für mich ein Zimmer zu bestellen. Immer schön langsam! Ich fuhr also zu besagtem Motel. Die gute Frau fing direkt an die Rechnung zu schreiben, bevor ich mich überhaupt für das Zimmer entschieden hatte. Vor einer solchen Entscheidung lasse ich mir in der Regel die Zimmer zeigen, was zu manch einer Irritation bei dem ein oder anderen führt. 90 USD wollte sie für das Zimmer haben inkl. Poolbenutzungsmöglichkeit. Mir schwebte da mehr ein Campgroundpreis vor. Also lehnte ich ab. Zudem drängte sich der „Left Brain Introvert“ Teil in mir auf, der sagte „Du kannst mich zu nichts zwingen und ob ich schon weit und lange genug gefahren bin, das entscheide ich selber!“. Das ich von dem Zimmerpreis am späteren Abend nur träumen konnte, blieb mir noch verborgen. Also auf ins Auto und ab gen Westen in Richtung Meer.


Um 19 Uhr an einem Samstag Abend kam ich in Monterey Bay an. Was ich nicht wusste: an diesem Wochenende gab es ein großes Musikfestival. Entsprechend war die Zimmerverfügbarkeit einschließlich der Preise. Unglaublich, welchen Vertrag ich für diese Nacht unterschrieben habe. Als der gute Mann hinterm Tresen mich noch mal auf den Gesamtpreis aufmerksam gemacht hat während ich unterschrieb, konnte ich nur antworten, dass ich für heute den Preis einfach ignoriere. Alles andere würde mich in einen Ohnmachtsanfall stürzen. Das Positive von diesem Tag: der griechische Salat beim Italiener auf der gegenüberliegenden Straßenseite hatte die beste Salatsauce seit langem, das Badezimmer war groß und es kam warmes Wasser aus dem Duschkopf.

Den gestrigen Tag habe ich sehr faul verbracht. Ich bin ein bisschen mit dem Auto durch die Gegend gekurvt, habe den 10 USD teueren 17 Mile Drive entlang der Monterey Bucht gefahren,  der in Wirklichkeit weniger als 10 Meilen war. Highleight des gestrigen Tages waren der Cocktail und der Asisatische Salat im Restaurant. 




17Mile Drive - Monterey Bay

Ok, so kann es nicht weiter gehen. Über der Monterey Bucht hängen den Sommer über die Wolken. Dies hat mit dem Zusammenspiel von Meer, Bucht und den Bergen im Hintergrund zu tun. Frühnebel. Aber das hebt nicht gerade die Stimmung. Also raus aus den Federn, ab ins Auto Auto und rauf auf Highway No. 1 in Richtung Süden – der Sonne entgegen. Uns hier bin ich – Sonne, Strand und Meer!! Auf der Fahrt hier her und konnte ich eine ganze Kollonie von Seelöwen und Robben beobachten. Die meisten Tiere lagen faul am Strand und schaufelten sich mit der Seitenflosse den Sand über den Rück. Ob dies ein Sonnenschutzmittel à la Seelöwe ist? 




Pacific Highway No. 1
Mit meinem Banana-Kokus-Ananas-Smoothie sitze ich nun also auf einem Stück Treibholz, blicke auf den Pazifik, lausche den Wellen und freue mich über dieses schöne Fleckchen Erde. Was habe ich wieder gelernt und bestätigt bekommen? Deine Gedanken erschaffen Deine Welt und nur Du selbst kannst sie Dir gestalten wie Du sie haben willst. Villeicht hat mir auch der Film „Das Mädchen und der Maler“ von gestern Abend wieder den richtigen Anstoß für den heutigen Ausflug gegeben. Ich bin froh drum! Danke!

Happy sunny holiday :-)

PS: Den Film gibt es derzeit kostenlos unter „Inspiretv.de“ zu sehen. Wenn ihr „Freifilmwochen“ in google eingebt, gibt es noch mehr Filme ähnlichen Formats dort zu sehen.

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