Donnerstag, 15. August 2013

... und schon bin ich wieder zu Hause ....

Wahnsinn !!! Über 8 Wochen war ich in den USA und ob ihr es glaubt oder nicht: ich bin froh und glücklich wieder zu Hause zu sein. Diese 8 Wochen waren eine wunderbare, super tolle Erfahrung, die ich auf keinen Fall missen möchte. Aber zu Hause ist es doch immer am schönsten.

Den letzten Tag in San Francisco habe ich ganz ruhig angehen lassen. Ich war gewillt ein bisschen was für das kulturelle Verständnis zu tun und ein Museum für Moderne Kunst zu besuchen. Ich bin also den ganzen Weg bis hinter den Union Square gelaufen - aber prompt war das Museum wegen Umbauarbeiten geschlossen. So was blödes. Also den ganzen Weg wieder zurück. Diesmal bin ich den Wegen der berühmten Cable Car gefolgt. Die Strecken wurden damals nicht um sonst ausgewählt: das sind die mit den vermutlich steilsten Hängen in SF, aber teilweise auch mit wunderbaren Aussichten über die Stadt und das Meer.






Diverse weitere Touristenattraktionen habe ich mir dann noch gespart, und mein Geld dafür in wunderbaren italienischen Restaurants ausgegeben. Hmmmmm - lecker. In dem einen Restaurant gab es echte Italiener, und ich fühlte mich wie zu Hause. Es ist schon erstaunlich wie sehr die italienische Küche und das drum herum in unserem Lebensraum gehört und das mir stückweit ein Gefühl von Heimat gibt. 

Montag in der Früh wurde ich vom Sammeltaxi pünktlich abgeholt und zum Flughafen gebracht. Der dortige Boarding Pass Drucker wollte mich noch überreden, in SF zu bleiben und bot mir 200 USD an, wenn ich denn einen späteren Flug nähme, da unsere Maschine überbucht war. N E I N !!! Ich will nach Hause. Schnell alle Knöpfe gedrückt und schon hatte ich meine Boardkarte. Da kannte ich kein pardon. Die nächste Hürde kam dann an der Kofferwaage. Ich ahnte ja schon böses .... 2,5 kg Übergepäck = 200 USD Strafgeld. Ähm .... N E I N - ich also mitten im Gewühl meinen Koffer aufgerissen und wohl überlegt 2,5 kg Gepäck in meine glücklicherweise noch vorhandene und noch leere blaue Parelli Tasche gestopft. Zuvor hatte ich schon meinen Handgepäcksrucksack auf die Waage gestellt. Als die schon über 8kg angezeigt hatte, habe ich den schnell darunter gezogen in der Hoffnung, das dies niemand gesehen hat (bei erlaubten 5kg). Zu dem eh schon zu schweren Handgepäck kam nun also eine weitere Tasche mit 2,5kg, was mir 200 USD eingespart hat. Mit zwei großen Taschen Handgepäck bin ich also in den Flieger gestiegen - und das beste daran - keiner hat's gemerkt :-)

Von SF via Chicago bin ich am Dienstag pünktlich um 12.30 Uhr in München gelandet. Gegen 15 Uhr war ich dann wieder zu Hause. Nachdem ich direkt die Koffer ausgepackt und die erste Waschmaschine angeworfen hatte, bin ich natürlich sofort in den Stall gefahren. Dort kam mir schon der Hund Marlo freudig entgegen und meine Freundin Susanne, die sich so lieb um mein Stütchen während meiner Abwesentheit gekümmert hat. Vielen Dank !!! Dann hatte ich noch ein so schönes Willkommensschild an der Boxentür hängen - ahhhhhh - daheim ist es einfach am schönsten !

Sonntag, 11. August 2013

San Francisco

So, jetzt bin ich in  der Blumenstadt ....."be sure to wear some flowers in your hair ...."
Die Blumen habe ich zwar nicht im Haar, aber trotzdem drehe ich hier meine Kreise und laufe die Straßen rauf und runter. San Francisco ist wirklich auf einer interessanten Topographie errichtet: man könnte sagen auf einem 3-dimensionalen Hügelgefilde. Es gibt Straßenzüge, die gehen recht kontinuierlich gerade, schaut man einer Kreuzung aber rechts oder links, kann es zeimlich steil den Berg hinauf oder hinab gehen. Mit an einen der höchsten Punkte war ich gestern: dem Coit Tower, von dem man einen herrlichen Blick über die Stadt und die Bucht inkl. Golden Gate Bridge.


Um den Coit Tower gibt es viele alte Holzhäuser, die den Hang entlang gebaut ind inkl. wunderbarer Aussicht über die Bucht. Hier hinauf zu steigen muss man fast sagen war fast eine Flucht aus dem Massengetümmel rund um Union Square, China Town und vor allen Dingen "Fisherman's Wharf". Letztere war gestern Nachmittag sowas von überlaufen, dass ich nur noch ds Weite gesucht habe. Am Freitag Mittag, als hier in SF ankam, schien es mir noch nicht so sehr voll, so dass ich als Einstieg in die Stadt eine Hafenrundfahrt mit dem Boot gemacht habe. Wir sind um die Alcatrz Insel gefahren und unter der Golden Gate Bridge. Das gab ein paar interessante und nahe Einblicke auf die Brücke.
Amerikanische Team vom "America's Cup"


Golden Gate Bridge

Alcatraz
Derzeit findet das berühmte Segelrennen "America'S Cup" in der Bucht von SF statt. Auf der Rundfahrt vom Freitag Nachmittag hätten wir beinahe einen Zusammenstoß mit dem Catamaran des amerikanischen Teams gehabt. Unser Captain hat in letzter Sekunde den Rückwärtsgang eingeworfen. Knapp vor uns konnten die Amins ihr Rennboot noch wenden. Gestern Mittag war ich zur richtigen Zeit am richtigen Ort und konnte live ein Halbfinalrennen zwischen Italien und Schweden vom Pier aus mitverfolgen. Das war eine tolle Atmosphäre. Italien hat um Längen gewonnen und steht nun im Finale, das nächste Woche Samstag ausgetragen wird.
Veranstaltungsgelände vom America's Cup

das italienische Team

das schwedische Team

Am ersten Tag bin ich nach der Bootsfahrt mit dem Radl über die Golden Gate Bridge gefahren - und wieder zurück. Autos müssen eine Gebühr zahlen, Fußgänger und Radler nicht (letztere wohl die Radmietgebühr). Aber das war gut und ich kam ein bisschen schneller voran (was der Wind so zu ließ).


Jetzt werde ich mal frühstücken gehen. Meine Unterkunft liegt direkt am Schnittpunkt zwischen Chinatown und dem italienischen Viertel - das Essen ist somit gerettet und wirklich ausgezeichnet gut.

Donnerstag, 8. August 2013

Die Ruhe vor dem Großstadtsturm ....

Die letzten 2 Tage bevor ich San Francisco betrete verbringe ich in ruhigen Jugendherbergen, die direkt am Meer liegen und einen sehr schönen Blick über die Küsten bieten. Das Auto habe ich kaum bewegt, und ich bin mehr oder weniger von einer Unterkunft zur nächsten, um dann wieder gaaaaaaaaanz viel nichts zu tun. Hier und da habe ich an einem der vielen kleinen Strände gehalten. Entlang der gesamten Küste kannst du Seelöwen beobachten. Heute schwamm eine Gruppe ganz dicht am Strand. Die meiste Zeit haben sie genüsslich die Nase aus dem Wasser gereckt und die Sonne genossen. Mit meiner kurzen Hose wollte ich heute auch die Sonne hervorlocken, doch die hat sich ziemlich schnell hinter einer dicken Wolkendecke versteckt, so dass ich mich doch wieder für meine Jeans entschieden habe. Wer an die Kalifornische Küste zum Sonnenbaden kommt, ist hier falsch oder ist ganz hart gesotten. Bei einem Gespräch mit einer jungen Frau aus Montreal kam heraus, dass all diejenigen, die in SF mit einem SF-Sweatshirt umherlaufen, ebenfalls keinen Wetterbericht im Vorfeld gesehen haben. Es herrscht hier doch eine kühle Brise.

Fundstück am Strand

Jugendherberge direkt am Meer
Heute Mittag bin ich durch das nette kleine Städtchen Half Moon Bay geschlendert. Dort gab es eine tolle Bäckerei, die richtig guten Kaffee und sehr leckere Sandwiches hatte. Außerdem hatten sie eine riesen große Auswahl an selbstgemachten Plätzchen aller Art. Hmmmmmm . sehr lecker.

die gestrige Jugendherberge - ebenfalls mit direkten Meerblick



Seehunde am Fuße der Jugendherberge


Seehunde, die heute früh ganz dicht am Strand schwammen
Mit Blick auf den morgigen Tag und die damit verbundene Rückgabe meines Autos habe ich heute in alle Ablagefächer geschaut und alles zusammen getragen - unglaublich, was sich in knapp 2 Wochen so alles ansammelt. Und welch ein Glück, dass ich doch weniger als ursprünglich geplant in meinen Koffer gepackt hatte bei der Hinreise, und das mein Koffer sich ein kleines bisschen vergrößern lässt. So bin ich guter Hoffnung, dass morgen früh wirklich alles sich darin verstauen lässt. Das wäre schon mal eine super Sache und was dann die Gewichtsgrenze sagt ...... hmmmm, davon muss ich mich dann noch überraschen lassen und evtl. ein bisschen Übergepäckgebühr einkalkulieren.

Überigens, meine Navi, das ich in Durango gekauft hatte, brauchte ich auf meiner Reise gar nicht. Da es noch originalverpackt war und ich den Kassenzettel aufgehoben hatte, habe ich es einfach wieder im letzten Walmart zurück gegeben und 100% Geld zurück erhalten.
Meine Luftmatrazen müssen leider zurück bleiben inkl. der nun so wunderbar funktionierenden Pumpe. Nach einem kurzen Gespräch mit den Hosteleigentümern kam heraus, dass es hier um die Ecke eine "Charity" Einrichtung gibt, die sich sicherlich über die Sachen freuen werden. Das freut mich. Dann sind die Sachen in guten Händen gelandet.


Dienstag, 6. August 2013

Walbeobachtung in der Monterey Bay

Nachdem ich heute früh gemülich aufgestanden und gefrühstückt hatte, blätterte ich im Reiseführer um mir ein paar Ideen für den Tag zu holen. Dabei stieß ich auf die Walbeobachtung, die vom Lonely Planet besonders hervorgehoben wurde. Vier Stunden Walbeobachtung in kleinen Gruppen wurde da versprochen. Nach einem Blick auf die Homepage um 10 Uhr am Morgen war kurz drauf mein Trip für 12.30 Uhr gebucht. Schnell noch ein kleiens Lunchpaket zusammen gestellt und auf ins Auto gen Norden für 20 Meilen. Mit 30 anderen Passagieren kletterten wir in das kleine Boot und stachen in See. Zu Beginn kam es mir recht schaukelig vor, aber nach einer Weile gewöhnte ich mich daran und konnte die Fahrt in vollen Zügen genießen. Und tatsächlich, vier Stunden verbrachten wir auf dem Meer und konnten die sanften Riesen aus nächster Nähe beobachten. Einige machten sich sogar die Mühe uns so richtig zu unterhalten und sprangen mehrfach in die Luft und landeten per Rücken/Seitenklatscher wieder im Wasser. Dies jedoch photographisch festzuhalten, war mit meiner kleinen Kamera eine Herausforderung. Wenn ich schon zu dicht ins "Nirgendwo" zoomte in der Hoffnung, dass genau an diesem Fleck der Wal aus dem Wasser sprang, ging es meistens schief. Stellte ich jedoch eine große Entfernung ein, war der elektrische Zoom nicht schnell genug das Ereignis groß ins Bild zu setzen. Ein paar Mal ist es mir trotzdem gelungenein paar gute Treffer zu landen und hier ist das Ergebnis:


einfach nur die Aussicht von Boot

Mutter und Kind im Synchronschwimmen






Seehunde belagern die Boje an der Hafeneinfahrt

Fischotter
Unsere Bootscrew hat einen tollen Job gemacht und uns mehrfach ganz nah ran bringen können. Die spektakulärsten Sprünge haben wir allerdings aus der Ferne gesehen. Da war ein Wal, der fast mit kompletter Körperlänge sich aus dem Wasser katapultiert hat. Die Wale haben das wahrscheinlich extra so gemacht, so dass wir verrückten Toouristen die Tiere nicht nur durch unsere Kameralinse sehen, sondern auch so einfach mal mit bloßem Auge genießen.

Montag, 5. August 2013

Tag ?? - Es ist Urlaub



Jetzt sitze ich in meinem Motelzimmer, aber das schrieb ich heute Mittag:

Natur ist der Ort der Inspiration und lässt mich alles andere vergessen oder sagen wir alles andere tritt in den Hintergrund.

San Simeon Beach
Ist das nicht wunderschön? Simeon Beach irgendwo am Highway No. 1 zwischen San Francisco und Los Angelos. Die Sonne steht hoch am Himmel, die Wellen schlagen sanft am Strand auf. Wenn ich ganz genau auf das Wasser schaue, sehe ich drei Köpflein aus diesem ragen: Robben schwimmen in der Bucht umher und genießen die Ruhe. Genau wie ich. 

Vorgestern hatte ich eine lange Reise. Von Lone Pine, westlich vom Death Valley bin ich über den Yosemite National Park bis zur Küste zur Monterey Bay gefahren. Das waren über 400 Meilen, ca. 640 km. Der Park war am Smastag so überlaufen, dass ich keinerlei Verlangen versprüte auch nur eine Sekunde dort anzuhalten und eine Wanderung oder ähnliches zu unternehmen. Ich fuhr einfach weiter gerade aus. Bereits im Death Valey dachte ich, dass wäre die längste bergab Strecke die es gibt. Der Yosemite Park hat noch einmal eins drauf gelegt. Ich bin über den Tioga Pass, der mit 3031m der höchste Pass in der Sierra Nevada ist, in den Park hinein gefahren und anschließend ging es fast bis auf Meeresspiegelniveau hinunter. Die Tankfüllung hat es gefreut.

Als ich irgendwann am Nachmittag im ersten Ort außerhalb des Parks angekommen war, nutze ich die kleine Touristeninformation für eine kurze Pause. Die ältere Dame hinter dem Tresen war sehr nett und zuvorkommend und versuchte wirklich mit allen Mitteln mich zum bleiben zu überreden und ihre phantastisches Örtchen anzuschauen. Es gäbe auch eine gute Blues Live Band am Abend. Sie rief direkt bei einem Motel an um für mich ein Zimmer zu bestellen. Immer schön langsam! Ich fuhr also zu besagtem Motel. Die gute Frau fing direkt an die Rechnung zu schreiben, bevor ich mich überhaupt für das Zimmer entschieden hatte. Vor einer solchen Entscheidung lasse ich mir in der Regel die Zimmer zeigen, was zu manch einer Irritation bei dem ein oder anderen führt. 90 USD wollte sie für das Zimmer haben inkl. Poolbenutzungsmöglichkeit. Mir schwebte da mehr ein Campgroundpreis vor. Also lehnte ich ab. Zudem drängte sich der „Left Brain Introvert“ Teil in mir auf, der sagte „Du kannst mich zu nichts zwingen und ob ich schon weit und lange genug gefahren bin, das entscheide ich selber!“. Das ich von dem Zimmerpreis am späteren Abend nur träumen konnte, blieb mir noch verborgen. Also auf ins Auto und ab gen Westen in Richtung Meer.


Um 19 Uhr an einem Samstag Abend kam ich in Monterey Bay an. Was ich nicht wusste: an diesem Wochenende gab es ein großes Musikfestival. Entsprechend war die Zimmerverfügbarkeit einschließlich der Preise. Unglaublich, welchen Vertrag ich für diese Nacht unterschrieben habe. Als der gute Mann hinterm Tresen mich noch mal auf den Gesamtpreis aufmerksam gemacht hat während ich unterschrieb, konnte ich nur antworten, dass ich für heute den Preis einfach ignoriere. Alles andere würde mich in einen Ohnmachtsanfall stürzen. Das Positive von diesem Tag: der griechische Salat beim Italiener auf der gegenüberliegenden Straßenseite hatte die beste Salatsauce seit langem, das Badezimmer war groß und es kam warmes Wasser aus dem Duschkopf.

Den gestrigen Tag habe ich sehr faul verbracht. Ich bin ein bisschen mit dem Auto durch die Gegend gekurvt, habe den 10 USD teueren 17 Mile Drive entlang der Monterey Bucht gefahren,  der in Wirklichkeit weniger als 10 Meilen war. Highleight des gestrigen Tages waren der Cocktail und der Asisatische Salat im Restaurant. 




17Mile Drive - Monterey Bay

Ok, so kann es nicht weiter gehen. Über der Monterey Bucht hängen den Sommer über die Wolken. Dies hat mit dem Zusammenspiel von Meer, Bucht und den Bergen im Hintergrund zu tun. Frühnebel. Aber das hebt nicht gerade die Stimmung. Also raus aus den Federn, ab ins Auto Auto und rauf auf Highway No. 1 in Richtung Süden – der Sonne entgegen. Uns hier bin ich – Sonne, Strand und Meer!! Auf der Fahrt hier her und konnte ich eine ganze Kollonie von Seelöwen und Robben beobachten. Die meisten Tiere lagen faul am Strand und schaufelten sich mit der Seitenflosse den Sand über den Rück. Ob dies ein Sonnenschutzmittel à la Seelöwe ist? 




Pacific Highway No. 1
Mit meinem Banana-Kokus-Ananas-Smoothie sitze ich nun also auf einem Stück Treibholz, blicke auf den Pazifik, lausche den Wellen und freue mich über dieses schöne Fleckchen Erde. Was habe ich wieder gelernt und bestätigt bekommen? Deine Gedanken erschaffen Deine Welt und nur Du selbst kannst sie Dir gestalten wie Du sie haben willst. Villeicht hat mir auch der Film „Das Mädchen und der Maler“ von gestern Abend wieder den richtigen Anstoß für den heutigen Ausflug gegeben. Ich bin froh drum! Danke!

Happy sunny holiday :-)

PS: Den Film gibt es derzeit kostenlos unter „Inspiretv.de“ zu sehen. Wenn ihr „Freifilmwochen“ in google eingebt, gibt es noch mehr Filme ähnlichen Formats dort zu sehen.

Freitag, 2. August 2013

Death Valley National Park

Diesmal hat es mich in den kleinen Ort Lone Pine verschlagen.
Von Las Vegas aus bin ich in Richtung Norden gefahren um dann ab Beatty die Route durch Death Valley National Park zu nehmen. Ich habe nicht sonderlich viel von diesem Tal erwartet ".... just another road through the dessert...". Ich wurde eines besseren belehrt. Auch wenn die überwiegende Landschaft aus vielen Steinen verschiedener Farben bestand, war es es doch mal wieder sehr beeindruckend. Zuerst ging es 13 Meilen immer bergab .... ich hatte das Gefühl in einen großen Krater hinab zu fahren - vielleicht ist das Death Valley durch einen riesigen Vulkan entstanden - da habe ich die Reiseführer noch nicht ausführlich genug studiert. Ich weiß gar nicht mehr von welcher Höhe aus die Straße startete. Als wir unten angekommen sind, waren wir unterhalb des Meerespiegels und hatten gleichzeitig Ausblick auf den höchsten Berg des Nationalparks. Sehr beeindruckend.



 Im Tal angekommen konnten die Temperaturen nicht ganz mit denen vom Vortag in Las Vegas mithalten: "nur" 104°F (knapp 40°C). Nach der Taldurchfahrt ging es buchstäblich auf gerader Strecke den Berg wieder hoch auf ca 1.500m Höhe. Vor dem Berg warnte ein Schild noch vor Überhitzung des Autos und empfahl die Klimaanlage auszuschalten, was ich dann auch gemacht habe. Da es während der Durchfahrt des Nationalparks leicht bewölkt war, reichte ein leichtes Öffnen des Fensters völlig aus um ausreichend Sauerstoff für die kommenden 20 Meilen Bergauf zu haben.
Die Aussichten waren unbeschreiblich - meine Vermutungen eine Vulkanlandschaft verstärkten sich noch bei der Ausfahrt vom Park - die Landschaft ähnelte sehr der von Neuseelands Tongario Nationalpark - ebenfalls Vulkangebiet mit oftmals dunelrot gefärbten Steinen. Ich habe versucht dies auf den Photos festzuhalten, aber das war fast nmöglich. Die Bilder spiegeln in keinster Weise die Schönheit, Weite und Größe dieser Landschaft wider.
Dünen im Death Valley

Rückblick ins Death Valley
Nach all der Steinwüste wurde ich mit einem wirklich netten Örtchen mit grünen Bäumen direkt an einer Bergkette überrascht: Lone Pine. Hier bin ich geblieben. Die Berg- und Kletterbegeisterten unter den Lesern haben vielleicht schon mal von diesem Ort gehört. Morgen werde ich weiter gen Norden fahren. Im Yosemite soll es von Schwarzbären wimmeln, so dass dringend - nicht nur empfohlen, sondern befohlen wird, sämtliche Lebensmittel in spezielle bärensichere Schließfächer einzusperren und bloß nicht im Auto zu lassen ..... *schluck* da muss ich über die Übernachtungsmöglichkeit im Auto aber noch mal nachdenken ......