Den Vormittag gestartet haben wir mit diversen Knoten und wie ich mein Pferd in allen möglichen Situationen anbinden kann. Anschließend hatten wir Spaß beim "Quick Draw". Hier legst du den Stick und String vor dir auf den Boden. Das Ende vom String hälst du in der Hand. Mit Schwung ziehst Du nun daran und versuchst den Stick am Griff zu fangen um anschließend direkt einen PLastikbecher zu treffen. Eine weitere Übung war es, eine Schlaufe in den Savvy String vom Stick zu machen und diese mit dem Stick "aufzuspießen".
Heute Vormittag haben wir einen Precision Pen gebaut - also ein Dressurviereck von 60x20m inkl. Punkte für die Buchstaben, Mittellinie, 20m und 10m Zirkel. Die Buchstaben und Zahlen sind beim Parelli Precision Pen etwas anders angeordnet als wie wir sie in Deutschland kennen. Unsere Gruppe hat knapp eine Stunde gebraucht. Wir hatten leichte Startschwierigkeiten und waren und nicht sicher, ob alles gut läuft. Als es dann aber mal lief, konnten wir ihn schnell fertig sstellen.
Anschließend haben wir mit COnga-Pferden diverse Simulationen zum Thema Laterale Mannöver geübt, wie z.B. Sideways, Sidepass, Halfpass, Schulter herein, Travers. Das hat Spaß gemacht und schon bei den Simulationen (wie so oft), konnte man ein gutes Gefühl dafür bekommen, welche Hilfen man in seinem eigenen Körper geben muss um die richtige Bewegung im Pferd zu erzeugen. Das war spannend.
Bei allen Manöverns sind wir mit Kontakt geritten. Der innere Zügel gibt dabei die Biegung an, der äußere bestimmt die Richtung.
Anschließend haben wir noch die 20m und die 10m Zirkel simuliert. Nach den Simulationen hätten wir eigentlich "Guided Experimenting" gehabt, jedoch wollte unsere Gruppe noch mal die Strategien für einen schnellen Aufbau des Precision Pens diskutieren. Während wir am diskutieren waren, kam Linda uns besuchen. Sie ist Allure geritten, gefolgt von Ryan und Highland at liberty. Linda kam zu uns in die Arena Grande geritten und hat sich ein paar Minuten mit uns unterhalten. Sie erzählte uns, dass Highland (mal wieder) den Koppelzaun übersprungen hat und sich auf Expeditionstour aufgemacht hat. Highland ist so ein wunderschönes Pferd und er hat so einen tollen Gesichtsausdruck. Das kommt auf den Bildern gar nicht richtig zum Ausdruck.
Nach dem Mittagessen haben wir schließlich die Pferde geschnappt und haben alles in der Praxis ausprobiert. Gus hat sich hier gut geschlagen (und ich bin das ganze auch zum ersten
Mal geritten). Lediglich beim "Halfpass" (Pferd ist in Bewegungsrichtung
gebogen) kamen wir ziemlich durcheinander, aber schließlich konnten wir
in beide Richtungen ein paar wenige Tritte richtig reiten.
Just als wir mit der Reitsession fertig waren, hat der Himmel seine Pforten geöffnet und einen wirklichen Wolkenbruch über uns hinab gegossen. Ich hatte noch gerade so das richtige Timing um zurück zu den Paddocks zu reiten, abzusatteln und mein Pferd zu verräumen. Dann hat es runtergeschüttet, als wenn es kein morgen mehr gäbe. Innerhalb kürzester Zeit ist alles davon geschwommen.
Der Praxisteil fand für heute ein jähes Ende. Wir haben uns in der Lodge getroffen und "Rider Biomechanics 1" angeschaut. So schnell wie der Regen kam und alles überflutet hat, so schnell ist es aber auch wieder trocken geworden und ist das Wasser wieder verschwunden. Das war erstaunlich. Ich hoffe aber sehr, dass wir in den kommenden Tagen wenigsten ab und zu von den Wassermassen verschont bleiben.
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