In den Remuda Gruppen haben wir hierzu eine Simulation gemacht: das 45ft rope lag am Boden und wir sind in Bögen darüber galoppiert. Beim Überqueren des Seils sind wir einen fliegenden Wechsel gesprungen. Hierbei ging es vorallen Dingen darum, dass auch unser ganzer Körper den fliegenden Wechsel springt. Ansonsten blockieren wir unser Pferd.
Am Nachmittag haben wir dies in die Tat umgesetzt. Hierzu haben wir in der Mitte der Reitbahn unterschiedlich hohe Stangen und Tonnen aufgebaut, um Ross und Reiter beim fliegenden Wechsel zu helfen. Wichtig ist, dass du gerade auf die Hindernisse zu reitest und bereits 2 Galoppsprünge zuvor deine Körperposition änderst. Die Stangen oder Hindernisse unterstützen lediglich deine neue Körperhaltung und helfen dem Pferd nochmal die neue Galopprichtung zu finden.
Heute haben wir fliegende Wechsel im Freestyle geritten. Zu Beginn starten wir im "Betenden Händen", so dass wir in unserem Körper deutlich machen können, wann wir die neue Richtung wollen. Um dies ein bisschen einfacher zu machen, solltest du Zügel ein bisschen kürzen (Knoten ins obere Ende der Zügel machen).
| Margit und die "betenden Hände" |
Wenn du auf das Hindernis zureitest, ist es wichtig, dass du mindesten mit der gleichen Gangart oder schneller aus dem Hindernis heraus kommst. Also z.B. Trab/Trab oder Trab/Galopp oder Galopp/Galopp.
Dein Fokus muss nach vorne/oben gerichtet sein und du solltest möglichst weit hinten sitzen (also nicht nach vorne lehen wenn es über den Sprung geht). Am einfachsten startest du auf einem Zirkel und bleibst ersteinmal in der gleichen Richtung um dich und dein Pferd mit dem "Sprung" vertraut zu machen und die "betenden Hände" zu üben. Bevor du für einen Wechsel fragst, sollte dein Pferd ein gewisses Tempo haben und Entspannung. Wenn du für einen Wechsel fragst, und dein Pferd es nicht schafft, dann bleibe bei der ursprünglichen Richtung und versuche es erneut. Bei denen, wo es nicht so richtig geklappt hat, die haben beim nächsten Mal in ihrem Körper die neue Richtung richtig übertrieben angedeutet. Dann hat es geklappt. Alle 21 Reiter konnten so fligende Wechsel mehrfach reiten.
Gus war heute leider nicht fit. Er ist immer noch lahm. Der Test mit der Hufabdrückzange hat leider gezeigt, dass er eine leichte Hufrehe wieder bekommen hat. Er fällt für den Rest des Kurses aus. Morgen früh kommt der Tierarzt (zur Bestätigung meiner Diagnose?!). Petra hat mir aber schon ihre Stute Cash als Ersatz angeboten. Jetzt müssen wir schauen, wie schnell wir ein Gesundheitszeugnis für sie bekommen können, so dass wir sie zur Ranch bringen können.Übrigens müssen wir bei allen Pferden täglich Fieber messern. Beim letzten Kurs hat es wohl eine kleine Krankheitswelle gegeben. Nun darf kein Pferd den Hänger verlassen ohne die Temperatur zu messen. Das gehört nun also zur täglichen morgenlichen Routine.
Am Vormittag haben wir auch noch mal den Seatbuilder voll ausgenutzt. Zwei Dinge, die bei mir vor allen Dingen auffielen: das Atmen nicht vergessen und ein bisschen mehr Bewegung im Knie. Großer aha-Effekt auch: wenn wir unseren Balance Point suchen, rollen wir in unserem Sitz nach vorne und müssen wir als "Reiter" die Hüften öffenen. Wenn wir dann wieder nach hinten rollen mehr in Richtung unserer Sitzknochen, soll die Hüfte noch immer offen sein. Hmmm. How interesting. Wenn ich meine Hüfte mehr offen habe, klemme ich weniger mit meinen Knien, was widerum mehr Ruhe in meine Unterschenkel und Füße bringt. Ich freue mich, wenn ich das auf dem Pferd ausprobieren kann.
Noch mal ein Foto von gestern von Linda auf Allure und Highland:
Linda auf Hot Jazz:
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