Mittwoch, 31. Juli 2013

Die ersten Reisetage - atemberaubend schön



Tag 1 Pagosa Springs – Monument Valley
Heute Mittag um Punkt 12 Uhr habe ich Pagosa Springs verlassen. Unglaublich, dass ich ganze 6 Wochen dort verbringen durfte. Nun geht es weiter. Mein Weg fürhte mich heute ins legendäre Monument Valley, Schauplatz für unendlich viel Filme. 237 Meilen bin ich heute gefahren. Auf meinem Weg habe einen Zwischenstop am  Vier Länderpunkt von Utha, Colorado, Arizona und New Mexiko gemacht. In einem Reiseführer habe ich gelesen, dass der eigentliche Grenzpunkt um ein paar Meilen verschoben wurde, so dass er direkt an der Touristenroute liegt. Wie clever. Natürlich gab es jeder Menge Souvenirs zu kaufen. Damit konnte ich mich zurückhalten. Statt dessen habe ich die Aussicht in alle Richtungen genossen. Die Landschaft ist wirklich so komplett anders als bei uns. 
Campground in Monument Valley

Monument Valley kurz vor Sonnenuntergang

Sonnenaufgang um 6.30 Uhr im Monument Valley


auf dem Weg zum Grand Cannyon

Grand Cannyon - North Rim

Grand Cannyon

Am Abend bin ich dann endlich im Monument Valley angekommen. Auf dem Campingplatz „Gouldings“ habe ich einen Zeltplatz reserviert und dort mein 4-rädriges Blechzelt hingestellt. Die Pizza vom Vortag hat wunderbar als Abendessen gedient. Belohnt wurde ich noch mit einem sehr schönen Sonnenuntergang. Der Campingplatz lag sehr schön, etwas erhöht und geschützt zwischen Felsen. Von hier aus hatte man einen tollen Blick auf die Felsformationen des Monument Valley. Ganz ehrlich:ich hatte es mir noch viel größer und ausgedehnter vorgestellt. Drum war ich auch nicht traurig, dass ich bislang noch nicht auf dem Pferderücken hierdurch geritten bin. 

Nach einer durchwachsenen Nacht, in der mich die dünne Isomatte alle Knochen hat spüren lassen, war ich um 6 Uhr wach. Als ich meinen Kopf hob, erblickte ich den Sonnenaufgang! Großartig. Also raus aus den Federnn, Kamera geschanppt und und Bilderjagd gegangen. Es ist immer wieder erstaunlich, welch gute Bilder meine kleine Leica Kamera schießt (danke Papa). Heute früh war dann wieder einer dieser Tage wo ich mir was in den Kopf gesetzt hatte. Ich wollte sofort los fahren, und zwar nicht den 17 Meilen Rundkurs durchs Monument Valey, sondern auf zum Grand Cannyon. Lessons Learned am ersten Reisetag: Tanke dein Auto schon am Vorabend voll, so dass du in der Früh direkt durchstarten kannst. Um 6.30 Uhr war ich also wieder auf der Piste. Bis ich in Kayenta angekommen war, hatten dort die ersten Tankstellen glücklicherweise schon geöffnet.


Tag 2 Monument Valley – Grand Cannyon North Rim – Jacob Lake (Kaibab National Forrest)
Nachdem die erste Nacht recht bescheiden war, ich meinem Auto aber treu bleiben wollte, verweilte ich doch bis 8 Uhr in der Früh auf dem ACE Parkplatz in Kayenta, um eine Luftmatraze zu kaufen. Beim ersten flüchtigen Durchsuchen des Baumarktes fand ich nur extra große Luftmatrazen, bei genauem Lesen stellte ich aber die Maße 188x82x26cm statt. Das klang gut und schwupp die wupp, war das Ding gekauft – inkl. batteriebetriebener Luftpumpe.
Die heutige Fahrt war sehr beeindruckend. Die Landschaft wechselte immer wieder: von gelben Wüstensand über rote Cannyonerde, Birkenwälder und grüne Wiesen war alles dabei. Lessons Learned Nummer 2: tanke wann immer es geht. Ich habe mir zwar ein Navi gekauft, das liegt aber immer noch originalverpackt im Handschuhfach. Ich fahre derzeit noch mit der guten alten Landkarte, was sehr viel Spaß macht. Da USA doch recht groß ist und die Karte den kompletten Westen anzeigt, dachte ich, dass die Städte, die auf meinem Weg liegen und in der Karte genannt sind, recht groß sein müssten. MÜSSTEN! Teilweise war das wirklich nur eine Ansammlung von 3-4 Häusern. Goot sei Dank musste ich Lektion 2 nicht erst selbst erfahren, sondern habe dies im Vorfeld von Lektion 1 abgeleitet. Also immer schön fleißig tanken. Wenn ich das hier richtig überreiße, kostet der Liter Super Benzin ca. 1 USD, also weniger als 1 Euro. Das waren noch Zeiten in Europa ….
Auf meiner Fahrt konnte ich den berühmten Colorado River überqueren. Leider machte mir meine Höhenangst einen kleinen Strich durch die Rechnung, als ich den Fluss von der Fußgängerbrücke aus betrachten wollte. Mehr als 10m auf die Brücke und immer schön in der Mitte habe ich mich nicht getraut L gut dass es einen Zoom an der Kamera gibt J
 
Der Grand Cannyon National Park ist riesig und als gemeiner Tourist hast du die Möglichkeit dich entweder für den südlichen oder den nördlichen Teil zu entscheiden. Laut Reiseführer finden lediglich 10%  aller Touristen ihren Weg gen Norden. Einer davon war ich. Die Strecke war einfach beeindruckend schön. An einem Punkt musste ich einfach anhalten, um auch mal Photos aus dem Stand zu erhalten (und nicht immer nur welche während der Fahrt). Ich sags euch: die Schönheit konnte nicht auf Photo festgehalten werden. Alles war so groß und umwerfend, ich habe es versucht, aber die Bilder spiegeln noch nicht einmal ansazuweise wider, was ich gesehen habe.
Bei der Einfahrt in den Grand Cannyon National Park war der Parkwächter so freundlich mich darauf hinzuweisen, dass es eine vergünstigte Nationalparksammelkarte gibt, die sich dann rechnet, wenn ich mindestens 4 Nationalparks besuche. Nach kurzer Überlegen kam ich auf mindestens vier, so dass wieder 80USD den Besitzer wechselten. 40 Meilen fährt man von der Hauptroute gen Einbahnstraße und für eine ganze lange Weile glaubt man in den Bayrischen Alpen unterwegs zu sein. Eine schmale Straße, gesäumt von grünen Wiesen, bunten Blumen, Kiefern und Birkenwäldchen. Der Unterschied nach einer Stunde fahrt: in den Alpen schaut man den Berg hinauf, hier schaut man urplötzlich in den Cannyon Abgrund!
Natürlich war für uns Touristen alles schön präpariert, so dass auch ich Höhenangsthase zu den schönen Aussichtsplattformen laufen konnte um den grnadiosen Anblick zu genießen und dank Panoramafunktion meiner Kamera auch festzuhalten. Umwerfend schön und einmalig – so was gibt es wirklich nicht überall.
Jetzt sitze ich an meinem Pickniktisch und schreibe die Zeilen der ersten 2 Tage. Ich bin gespannt, wass ich das nächste Mal wieder Internetzugang habe, so dass ich euch diese Zeilen und die Photos zukommen lassen kann.
mein neues Luxusbett

Campingplatz

die Waschräume und Toiletten
Ach ja, glücklicherweise bin ich nicht alleine auf dem Campingplatz, denn dann wäre ich immer noch dabei meine Luftmatraze aufzublasen. Trotz neuer Batterien funktioniert die Pumpe leider nicht. Habe diese komplett auf den Kopf gestellt, auch mal die Batterien „verkehrt“ eingebaut. Made ich China –> man weiß ja nie. Dies hat aber leider alles nichts geholen, so dass ich meine nächsten Nachbarn 50m weiter um Hilfe gebeten habe. Dies hatten das gleiche Pumpenmodell wie ich nur strombetrieben. Also habe ich mein zukünfitges Bett zu ihnen getragen, aufgepumpt und glücklich zurück zu meinem Highlander gebracht. Da die Luftmatraze doch etwas raumfüllender ist als die schmale Isomatte, mussten ein paar Umräummaßnahmen her. Dank des großen Autos hat aber alles Platz. Die Nacht kann kommen.

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