Montag, 8. Juli 2013

Start der 2. Woche - Tag 6 im Fast Track

Uff, heute war ein heißer Tag. Als wir heute zu Hause angekommen sind, war der größte Wunsch eine Dusche (konnte direkt erfüllt werden) und mein Bett. Darauf liege ich nun mit dem Laptop auf meinen angewinkelten Beinen und versuche nun mich an alles zu erinnern. Als kleine Gedankenstütze habe ich das Wochenprogramm fotografiert, so kann ich immer ein bisschen spicken.

An dieser Stelle mal ein großes Dankeschön an die treue Leserschaft und eure Rückmeldungen zum Blog. Das hält meine Motivation hoch hier jeden Abend fleißig alles zu dokumentieren. Na gut, ich werde auch was davon haben - nämliche tolle Erinnerungen aus erster Hand ;-)

Also, gestartet haben wir heute mit einer weiteren Teambuildung Maßnahme, die sehr viel Spaß gemacht hat. Wir wurden in 2 Gruppen aufgeteilt. Wir mussten den langen Teleskipstick, den Pat sehr gerne nutzt, auf unseren Fingerspitzen halten und ihn ganz einfach am Boden ablegen. Einfach gesagt, schwerer in der Umsetzung. Wir hatten viel Spaß: schaut euch die Bilder an.







Der Clou bei der Sache:
1. Setze deinen Fokus dort hin, wo du hin willst (nämlich den Stick gen Boden führen) und nicht da wo du nicht hin willst.
2. finde den Balancepoint von dem Stab und dirigiere ihn entsprechend.
3. arbeite als Team zusammen. Kein wildes Gebrülle und Geschreibe "NEHMT DIE HÄNDE RUNTER", sondern koordination durch eine Person

Sehr beeindruckend haben uns dies im Anschluss die Interns demonstriert. Ruckzuck lag der Stab am Boden.

Anschließend haben wir einen Vortrag über "Bit of Savvy" gehört, also alles über alle Halfter, Natural Hackemore, Snaffle Bit (einfach gebrochende Wassertrense), Confidence Bit (doppelt gebrochene Wassertrense), Bosal, Cradle Bridle, Kandarre. Es werde im wesentlichen 3 Kategorien unterschieden:
1. zur Kontrolle: Halfter mit 1 Zügel, Natural Hackemore, Snaffle Bit mit Slobbers (natürlich auch nur je einen Zügel zur Kontrolle benutzen)
2. für Kontakt: Cradle Bridle oder Confidence Bit
3. für Versammlung (Kandarre)

Das fand ich sehr interessant. Diese 3 unterschiedlichen Kategorien waren mit persönlich nicht so bewusst.

Zum Abschuss des Vormittages haben wir noch mal auf dem Seatbuilder gesessen. Diesmal ging es um Verbesserungen in unserem Sitz. Bei mir sind anscheinend immer noch die Unterschenkel sehr fest. Allerdings tue ich mich hier noch ein bisschen schwer, dies zu fühlen und damit auch hier eine Veränderung herbei zu führen.


Nach dem Mittagessen ging es wieder gesattelt in die Arena Grande. Bevor es so richtig los ging, mussten wir alle wieder absitzen und absatteln. Erst wenn wir unseren Sattel mit einer Umarmung auf die oberste Zaunlatte legen konnten, ohne dass die Steigbügel auf der gegenseiten gegen den Zaun knallten, durften wir wieder aufsatteln und aufsitzen. Wenn es jemals zu einem Jungpferdestart kommt, ist dies die zwingende Voraussetzung.
Thema heute war "Beginn vom Carrot Stick Reiten". Was sind die Zutaten? Wie kann ich anfangen?
1. Kann mein Pferd seinen Hals lateral biegen, wenn ich nur mein Bein rannehme?
2. Kann ich die Hinterhand verschieben, indem ich nur schauen und mein Bein ans Pferd lege?
3. Kann ich dies im Schritt, im Trab und im Galopp ohne dabei den Stick zu benutzen?

Hintergrund: Wenn ich diese Schritte alle gut beherrsche, bin ich für das Carrot Stick Reiten gut vorbereitet. Im Level 4 soll der Stick gar nicht mehr benutzt werden.

Wie sage ich es meinem Pferd? Wenn mein Pferd beim anlegen des Beines nach vorne "Davonläuft", dann nutze ich den Stick als Phase 4 auf der gegenüberliegenden Schulter. Wir haben dies erst wild durcheinander in der Arena Grande ausprobiert. Später sind wir alle "Follow the rail" geritten und haben ein partial disengagement gemacht, so dass unser Pferd im 90° Winkel zum Zaun stand. Sowohl im Schritt als auch im Trab. Gus hat hier wirklich sehr gut mitgemacht, und hat das Muster sehr bald verstanden.

Zum Abschluss des Nachmittages gab es noch die Fokusstation. Ich habe "Hunt the obstacle" gewählt. Dabei ging es darum, den Pausenpunkt "sweet spot" durch das Pferd entdecken zu lassen. Als neue Herausfoderung habe ich mir eine Kombination aus Circling Game und rückwarts auf das Podest steigen ausgesucht. Hierbei konnte Gus lernen, dass sein sweet spot ist, wenn er versucht, rückwärts auf das Podest zu steigen. Und wie so oft: It is not about ..... !

Morgen werden wir in unseren neuen Remudas zusammen kommen. Ich bin gespannt.

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